Vogtlandkristall


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Reimersgrün, Teil 2

Fundstellen > Steinbrüche > Der Diabassteinbruch Reimersgrün

Die Mineralien (Fortsetzung)

Pecorait
Dieses Ni-Silikat bildet sich gelegentlich auf den hydrothermalen Gängen durch Umbildung aus den anderen Ni-Erzen in seiner typisch apfelgrünen Farbe aus. (Stufenbreite: 6,5 cm)

Pentlandit**
Zusammen mit anderen Ni-Erzen findet sich dieses Mineral auf den Gängen der Bi-Co-Ni in kleinen derben Partien. In wenigen Fällen wurden auch kleinste Kristalle gefunden; zum Teil auch mit Violarit** vergesellschaftet.

Psilomelan
Psilomelan tritt zusammen mit Wad auf Calcit auf und färbt diesen dadurch zum Teil schwarz. In dendridischer Form ist er seltener anzutreffen.
(Stufenbreite 6 cm)

Pyrit**
Im gesamten Steinbruch findet man Pyrit in den unterschiedlichsten Ausbildungsformen. Er kommt derb, als eingewachsene und in Drusen als frei aufgewachsene Kristalle vor. Die meisten Kristalle haben einen hohen Glanz. Bei einigen hat sich auf der Kristalloberfläche eine Limonitschicht gebildet, so daß sie braun erscheinen. Die Größe der Pyritkristalle bewegt sich vom Millimeterbereich bis hin zu Kristallen mit über 5 cm Kantenlänge. Bemerkenswert ist der Formenreichtum der Pyrite. So gibt es ihn als Würfel ( z.T. im nadligem Habitus ), Kombinationen zwischen Würfel und Oktaeder sowie sehr schöne bis etwa 2 cm große Pentagondodekaeder. Selten sind verzerrte oder auch kompakte, strahlige Kristallausbildungen. Im April 2009 fand ich erstmalig im Reimersgrüner Steinbruch knollig und kugelförmig ausgebildete Pyrite. (Bild links: Pyrit** bis 12 mm Kantenlänge; Stufe Rechts: 5 x 4 cm)

Quarz**
Der Quarz tritt im gesamten Steinbruch in selbständigen Gängen auf, die mehrere Dezimeter Breite erreichen können. Diese Quarzgänge bestehen aus mineralarmen Gangquarz, welcher besonders auf den oberen Steinbruchsohlen teilweise ausgelaugt vorliegt und meist total zertrümmert ist. Hier finden sich ab und zu neben den Feldspäten und Epidot einige, in der Regel schlecht ausgebildete, Tiefquarze (weiss bis durchscheinend); selten auch Faserquarz. In den hydrothermalen Gängen tritt der Quarz als Hochquarz auf. Neben meist kleinen Bergkristallen kommt auch Amethyst und Rauchquarz in bis zu 2 cm großen Kristallen vor.
(Bilder li. oben:Stufenbr. 3,5 cm; li unten:Kristallbr. 17 mm; re. oben: Stufenbr. 6 cm; re.unten: Kristallbr. 19 mm)

Rammelsbergit
Der Rammelsbergit bildet zum Teil um Nickelin oder den Ni-Silikaten einen dünnen Saum aus. (BB 1 cm)

Safflorit**
Safflorit kommt zusammen mit Chloantit und den Nickelerzen derb oder auch in kleinsten Kriställchen vor.
(Bild: siehe Foto Chloantit)

Senarmontit**
Eine kleine Stufe mit Kriställchen dieses seltenen Antimonminerals befindet sich in einer Privatsammlung im vogtländischen Auerbach.

Sphalerit**( Zinkblende )
Zinkblende wurde immer wieder mal auf den hydrothermalen Gängen gefunden. Zum Teil kommt er im Spat eingewachsen vor oder bildet in kleinen Drusen schöne Kristalle aus. Die Farbpalette reicht von schwarz über gelb bis hin zum rot-orange. Die Zinkblendekristalle haben einen hohen Glanz und sind durchsichtig bis opakt. Zwillingsbildungen treten sehr häufig auf. Begleiter sind Calcit, Dolomit und die verschiedensten Erze.
(Im Bild ein 2,5 mm großer Kristall auf Dolomit**)

Tetraedrit** (Fahlerz)
Tetraedrit wurde nur selten im Reimersgrüner Steinbruch gefunden. Die kleinen Kristalle sind flächenreich, haben einen hohen Glanz und erreichen Größen bis zu etwa 1,5 mm. Die Paragenese bildeten vorrangig Nickelerze. Die Stufen aus diesem Fund wurden durch Wegätzen des ihm umgebenen Carbonates Calcit gewonnen.
Einen weiteren Fund mit frei aufgewachsenen Kristallen machte 2008 ein Sammler aus Pausa.
Auf der 8. Sohle kamen im April 2009 weitere Fahlerze zum Vorschein. Dabei waren auch Stufen mit schön ausgebildeten Kristallen von
Tennantit** bis etwa 3 mm Größe. Auf den kleinen Stufen kommen sie zusammen mit Calcit** und Dolomit** vor.
Bei den ersten Sprengarbeiten zur 9. Sohle konnten weitere kleine Stufen mit Fahlerzen geborgen werden. Bei diesem Fund erreichten einige Kristalle sogar Größen von bis zu etwa 5 mm, Begleitmineralien sind hier neben Dolomit** und Calcit** vor allem Galenit**, Zinkblende** und Kupferkies**.
(Linkes Bild: Kristallhöhe 2 mm; recht. Bildbreite etwa 8 mm)

Ullmannit**
Eine große Seltenheit des Steinbruchs ist der Ullmannit. Die im Quarz eingewachsenen Kristalle erreichen hier bis zu 1 cm Größe.

Violarit** (Nickel-Eisen)
Violarit tritt selten zusammen mit den anderen Erzen der Bi-Co-Ni in den hydrothermalen Gängen auf. Begleiter der meistens kleinen Kristallguppen sind zum Beispiel Calcit, Dolomit, Pyrit und die verschiedensten Nickelerze. (BB 6 mm, Kristalle sind ausgesäuert)

Wad
Wad kommt zusammen mit Psilomelan auf den durch sie dunkelgrau bis schwarz gefärbten Calciten vor.
(BB 2,5 cm)

Willemseit
Dieses Ni-Silikat wurde in recht großen, derben Partien auf der 8. Sohle gefunden. Begleitminerale sind unter anderem derber Annabergit.(Größe der Stufe 12 x 10 x 9 cm)

Neufunde ab April 2009:

Arsenkies** (Arsenopyrit)
Bislang wurden nur 5 Stufen gefunden, auf denen sich Kristalle von Arsenkies befinden. Die kleinen Kristalle sitzen zusammen mit Calcit** auf Pyrit**. (Eigenfund vom 08.04.2009, auf der 8. Sohle)

Bornit
Von der 9. Steinbruchsohle stammen nur ein paar kleine Proben von Bornit zusammen mit Malachit und Chrysokoll.

Cerussit**
Im Bereich der 8. und 9. Steinbruchsohle fanden sich vereinzelt kleinere Kristalle von Cerussit auf zersetztem Galenit. Die bis zu etwa einen Millimeter großen Kristalle sind prismatisch oder nadlig ausgebildet. Krustige Überzüge auf Bleiglanz sind ebenfalls bekannt.

Chrysopras
Bei den Sprengarbeiten auf der dritten Steinbruchsohle kamen Anfang September 2009 einige Stücke mit verschiedenen Nickelsilikaten ( z.T. auch Arsenhaltig ) und Chalcedon zu Tage, welche auch kleinere Partien mit Chrysopras enthalten. (Stufenbreite 12 cm)

Gratonit**
In sehr gut ausgebildeten kleinen Kristallen (bis etwa 4 mm) von der 7. bis zur 8.Sohle. Die Kristalle haben einen hohen Metallglanz. Sie kommen in kleinen Drusen der Dolomitgänge auf den Dolomitkristallen aufgewachsen vor. Als Paragenese treten Calcit**, Kupferkies**, Galenit**, Zinkblende**, Quarz** und selten auch etwas Cerussit(**) auf.

Kobaltglanz**
(Cobaltin)
Kobaltglanz wurde zusammen mit den anderen Mineralien der Bi-Co-Ni- Formation auf der 8. Sohle in kleinen Kriställchen bis etwa 0,5 mm Größe gefunden.
(Kristalle bis 0,5 mm)

Lepidokrokit**
Auf der 8.Sohle wurden im Juli 2009 von einigen Sammlern sehr schöne Stufen von Goethit**, Calcit** und Dolomit** auf Quarz** gefunden. Auf ihnen wurden nach der Reinigung kleinste schuppige Aggegrate von Lepidokrokit** in intensiv rot leuchtender Farbe sichtbar. Ein weiteres Stück mit Lepidokrokit** und Goethit** fand ich an gleicher Stelle im September 2009.

Magnetit**
Im Juni 2009 konnten kleinste Kristalle von Magnetit zusammen mit Eisenjaspis auf der 8. Steinbruchsohle gefunden werden. Die hochglänzenden Kriställchen bildeten sich im Randbereich vom Eisenjaspis im Nebengestein aus.



Noch nicht bestimmte bzw. nicht bestätigte Mineralien aus dem Steinbruch Reimersgrün:


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Pharmakolith** ?

Unbek. blaues Mineral
auf Pharmakolith** ?

Enargit** ?
auf Pyrit**

Rosasit ?
auf Fahlerz

Mineralienübersicht :
( Stand Februar 2010)

Albit**
Annabergit** !!!
Antimonit**
Antimonocker
Aragonit** !
Arsen ged.
Arsenkies**
Arsenolith
Axinit**
Asbest
Azurit
Baryt**
Bornit
Brochantit**
Calcit** !!
Cerussit**
Chalcedon
Chalcopyrit**
Chalcosin
Chloantit**
Chlorit**
Chrysokoll
Cobaltocalcit** !!

Cuprit**
Diobsit
Dolomit*!
Epidot** !!!
Erythrin** !!!
Fahlerze**
( in Form von)
Tennantit**
Tetraedrit**

Galenit**
Goethit** !
Gratonit** !!!
Hämatit
(als Eisenglanz und Rötel)
Homichlin
Jaspis
(als Eisenjaspis)
Kobaltglanz** (Cobaltin)
Kupferpecherz
Lepidokrokit**
Limonit
Magnetit**
Malachit**
Markasit**
Maucherit !
Millerit** !!



Montmorillonit
Nickelin !!
Paradoxit** !!
Pecorait
Pentlandit (**?)
Psilomelan
Quarz**
(in Form von)
Amethyst**
Artischockenquarz**
Chrysopras
Bergkristall**
Faserquarz
Milchquarz**
Rankenquarz
Rauchquarz**

Rammelsbergit**
Safflorit**
Senarmontit** !
Sphalerit**
Ullmannit (** eingewachsen)
Violarit** !
Wad
Willemseit !!





Vereiste Wasserfälle oder meterhohe Eiszapfen...
...so schön kann der Winter im Steinbruch sein!



Fundmöglichkeiten:

Offiziell bestehen seit 2013 keine Fundmöglichkeiten mehr.

Das Betreten des Steinbruches, sowie das Sammeln von Mineralien und Gesteinen ist hier zur Zeit verboten!

Die Auflistung der Reimersgrüner Mineralien bezieht sich vorwiegend auf meine eigene Sammlung und ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Sicherlich befinden sich in der einen oder der anderen Sammlung weitere, nicht aufgeführte Mineralien. Informationen darüber werden dankend angenommen.

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letzte Änderung am 22.Januar 2018 | vogtlandkristall@web.de

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