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,,Lauras Glück´´am Kammerholz bei Gansgrün

Fundstellen > Fundstellen des Altbergbaus > Altbergbau an der Talsperre Pöhl

Etwa 800 Meter süd-westlich der Ortschaft Gansgrün befinden sich am bewaldeten Ufer der Talsperre Pöhl noch die Reste früherer Bergbautätigkeit. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts baute hier am Kammerholz die Grube ,,Lauras Glück´´Eisen- und Kupfererze ab. Einige kleine ost-west streichende Gänge kreuzen im Bereich der Grube einen stärker ausgebildeten nord-nord-westlich verlaufenden Gang. Dieser setzt sich im Tal der Trieb in süd-östlicher Richtung bis nach Altensalz hin fort und führt hier neben Kupfer- und Eisenerz vor allem silberhaltigen Bleiglanz. Dieser Abschnitt der Störunszone ist der so genannte Bleigang auf dem schon vor langer Zeit das Erz abgebaut wurde. Die Salzwasserquellen haben ihren Ursprung vermutlich dieser Störungszone zu verdanken. Der größte Teil dieses geologisch und mineralogisch interessanten Gebietes liegt heute leider unter Wasser und läst somit keine weiteren Untersuchungen mehr zu.
Im Uferbereich der Talsperre lassen sich dennoch einige Minerale (besonders bei niedrigem Wasserstand) finden. 1985 konnte ich ein durch die Brandung freigespühltes Bergeisen bergen.

Ansicht des Kammerholzes mit der alten Grube ,,Lauras Glück´´ von einem Standpunkt westlich der Gemeinde Altensalz.

Am Ufer in der Bildmitte sind noch die Reste der flachen Halden zu sehen. In den Sommermonaten werden diese wenig bewachsenen Flächen auch gerne von den Badelustigen als Liegefläche benutzt. Auch Angler nutzen diesen ruhigen Ort. Weitere Pingen und Halden befinden sich davor tief unter der Wasseroberfläche.


















Unweit des Ufers zur Talsperre befindet sich im Wald dieser noch recht gut erhaltene kleine Pingenzug.

Mit größeren Mineralienfunden ist im Grubenbereich leider nicht mehr zu rechnen, da weite Teile der Grube heute unter Wasser verborgen sind.

Dennoch lohnt sich ein Besuch dieser Fundstelle, was einige Eigenfunde zeigen:

Denken Sie bitte daran, dass Sie sich in einem Naherholungsgebiet befinden. Grabungen sind nicht erlaubt und werden vom Eigentümer auch nicht geduldet!



Die Minerale:

Malachit findet sich in Form dünner Krusten recht häufig auf den Gesteinsstücken. Selten sind derbe oder gar kristalline Stufen. Mit Malachit zusammen treten Kupferkies, Homichlin, Kupferpecherz und etwas Cuprit in derber Ausbildung auf.


Bild rechts:
Malachit** (pinselförmig) mit Fluorit**, Quarz**, Kupferkies und etwas Cuprit (Bildbreite etwa 2,5 cm).
Bild rechts unten: Schöne, etwa 6 cm breite Malachit Stufe.
Bild unten links: Gangstück mit Malachit und Kupferpecherz (Stufenbreite ca. 4,5 cm)


Fluorit findet man vor allem im westlichen Bereich der Fundstelle. Die Kristalle kommen in verschiedenen hell bis dunkel gelben Farbtönen vor und erreichen hin und wieder Größen von mehreren Zentimetern. Farblose, durchsichtige Fluorite sind nur wenige Millemeter groß und treten in kleinen Drusen auf. Die meisten Kristalle sind dabei in einer Masse aus Hornstein, Quarz und Calcedon eingebettet.

Bild links:
Abgerollter Fluorit Kristall mit einer Kantenlänge von 3,5 cm.
Unten links.
Kleine Quarzkristalle überkrusten vollständig diese etwa 4,5 cm breite Fluoritstufe.
Das Bild unten rechts zeigt einen etwa 1 cm breiten dunkelgelben Fluorit in Hornstein.


Typisch für diese Fundstelle sind solche Calcedon-Quarz Umhüllungen (Perimorphosen) nach Fluorit Kristallen. Bei diesem ca. 7,5 cm breiten Stück befindet sich im rechten Kristallnegativ noch ein Rest eines gelben Fluorits.











Kleine farblosen Fluoritkristalle und etwas Calcit** in einer Druse im Limonit. (Bildbreite ca.4 cm)









Diese Kleinstufe zeigt uns eine Perimorphose von dunkelbraunem Calcedon nach einem Calcit Kristall (Kanonenspat), begleitet von kleinen Quarzen.
Breite des Bildes ca.3 cm.

Hier noch eine ausgezeichnete Kabinettstufe!


Diese, für die Fundstelle bisher einmalig ausgebildete,
blaue Calcedon-Quarz Stufe (Größe ca. 10 x 8 x 3 cm) fand ich 1984 im Spätherbst am Ufer der Talsperre.. Der Wasserstand war zu dieser Zeit etwas niedriger als üblich und so konnte auch mal ein Bereich der Halden untersucht werden, welcher im Normalfall nicht zugängig ist
.

Als Abschluss noch ein Blick von der Fundstelle in Richtung der Staumauer im Januar 2012.

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letzte Änderung am 22.Januar 2018 | vogtlandkristall@web.de

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