Vogtlandkristall


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Die Grube Augustus bei Krebes

Fundstellen > Fundstellen des Altbergbaus










Die alten Burgsteinruinen in der Nähe der Fundstelle sind immer einen Besuch wert!

Diese interessante, historische Kupfergrube liegt in der Nähe der Ortschaft Krebes im Burgsteingebiet.
Im Jahre 1475 wird die Grube ,,Zu unserer lieben Frauen auf der Platte´´, welche reichlich Kupfererze gewann, zum ersten Mal erwähnt. Durch einen kriegerischen Zwischenfall des Markgrafen von Bayreuth und des Kurfürsten von Sachsen, welche beide ein großes Interesse am damals ergiebigen Kupferbergwerk hatten, wurde der Bergbau im Jahre 1509 eingestellt. Erst 1524 wurden die Streitigkeiten mit dem noch heute gültigen Verlauf der Grenze zwischen Sachsen und Bayern vertraglich beendet. Mit dem Bau des noch heute bewohnten Huthauses wurde der alte Kupferbergbau 1759 neu belebt und die alten Schächte neu instand gesetzt. Zu Ehren des sächsischen Landesherren Friedrich August II. erhielt die Grube den Namen ,,Augustus´´. Durch Wassereinbrüche wurde der Erzabbau aber bald wieder eingestellt und in der Nähe die Grube ,,Petrus´´ in Betrieb genommen. Aber auch sie mußte 1768 aufgegeben werden.
1774 und letztmalig 1857 scheiterten weitere Versuche auf den Abbau der Kupfererze. Eine direkte Bearbeitung dieser kleinen Lagerstätte ist bis jetzt nicht erfolgt und in der Literatur werden nur einige wenige Mineralien erwähnt. So zum Beispiel Sternquarz, Limonit, Siderit, Ankerit, Psilomelan und die Kupfererze Malachit, Chrysokoll und Azurit.
Durch den Wegfall der Innerdeutschen Grenze 1989 besteht nun die Möglichkeit, dieses alte Bergbaugebiet genauer zu untersuchen. Dabei ist es uns einheimischen Mineralsammlern gelungen, weitere interessante Mineralien dieser Fundstelle zu entdecken. Im Herbst 2002 entdeckte ich zum Beispiel auf der Unterseite einer etwa 9 cm breiten Quarzstufe (welche ich auf der Grube ,,Petrus´´ gefunden habe), neben kleinen Adularkristallen, die wahrscheinlich ersten Brookitkristalle des Vogtlandes. In den letzten Jahren konnten so noch weitere neue Mineralien auf dieser Fundstelle nachgewiesen werden.
Eine weitere kleine Halde aus dieser Bergbauperiode befindet sich ca. 600 Meter östlich von Schwarzenreuth (Richtung A 72). An Mineralien treten hier besonderst Hämatit** (Eisenrosen), sowie etwas Epidot und Granat (Andradit) in schlecht ausgebildeten Kriställchen auf.

Auflistung der bis jetzt gefundenen Minerale:

Azurit**
(Bildbr. 25 mm)
Samml. A. Heß,
Ellefeld

Hemimorphit**
(Bildbr. 15 mm)





Bild unten:
Malachit**
auf
Hemimorphit**
(Bildbr. 2,5 cm)

Brookit**
(Von der Grube
Petrus; BB 3 mm)

Chrysokoll
(Stufe: 6 x 4 cm)

Limonit
Pseudom. nach
Pyrit*
(Stufe: 5 x 4 cm)

Cuprit**
-Chalkotrichit
(BB: 4 mm)

Malachit**
(BB: 3,5 cm)

Epidot**
(Kristalle bis
5 mm mit
Hemimorphit**)

Paradoxit**
(Kristalle bis
4 mm auf
Quarz**)

Ged. Kupfer
mit Cuprit und
Chrysokoll
(BB ca. 0,7 cm)

Psilomelan
und
Malachit**
(BB: 1,3 cm)

Granat**
-Andradit
(BB: 1,5 cm)

Pyrolusit**
Malachit
und
Epidot**
(BB: 2 cm)

Greenockit
auf
Zinkblende(**)

(Stufenbr. 6,5 cm)

Quarz**
von der
Grube Petrus
(Stufenbr. 7 cm)

Hämatit**
(Eisenrosen)
mit
Granat**
und
Epidot**
(Bildbreite etwa 1.5 cm)

Wollastonit (**)
und Hämatit**
(Stufe: 14 x 11 x 8 cm)

Weitere Minerale sind:
Adular** ( in kleinen Kristallen)
Chalcedon (als dünne Überzüge besonders auf Quarz**)
Chalkopyrit (nur in derber Ausbildung)
Kupferpecherz (meistens zusammen mit Malachit, Chrysokol und Hemimorphit)
Siderit** (schlecht ausgebildete Kristalle bis zu 4 mm)

Zum Schluß noch zwei Stufen mit Eisenglanz** und Epidot von der kleinen Halde bei Schwarzenreuth:

Linkes Bild:
Stufe: 4 x 5 cm
Rechtes Bild:
Stufenbr.: etwa 9 cm

Fundmöglichkeiten:
Auch wenn der kleine Haldenbereich stellenweise schon intensiv durchsucht wurde, lassen sich noch immer gute Funde tätigen und so manche Überraschung wartet auf den fleißigen Sammler.

Homepage | Übersicht | Vorschau und Ankündigungen | Aktuelles | Fundstellen | Bildergalerie | Impressum | Kontakte/Links | Site Map


letzte Änderung am 22.Januar 2018 | vogtlandkristall@web.de

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü