Vogtlandkristall


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Bösenbrunn (2017 - Februar 2020)

Aktuelles > Neu eingestellte Berichte

Neufunde im Stbr. Glockenpöhl

Hier im Steinbruch Glockenpöhl gab es in der letzten Zeit kaum nennenswerte Mineralfunde.
Durch weitere Erschließungsarbeiten im Steinbruch wurde auf der oberen Sohle eine kleine Quarzader freigelegt, in welcher derber Limonit und etwas Quarz auftrat. Durch glückliche Umstände und dem Fleiß des einheimischen Mineraliensammlers
J. Liebold aus Jocketa konnten einige ausgezeichnete Stufen mit Quarz** geborgen werden und wurden so der Nachwelt erhalten. Die hier gezeigten Stücke stammen aus seinem Fund, welche ich im Jahr 2018 glücklicherweise erwerben konnte.

Bei ein paar Stufen des Fundes handelt es sich um den Erstfund von Rauchquarz**, und dass zum Teil in überraschend guter Qualität. Eine Besonderheit zeigen ein paar dieser Stufen in Form von deutlich abgegrenzten und stärker ausgebildeten braunen Farbzonen (siehe Stufe unten). Diese Erscheinung lässt darauf schließen, dass stärkere radioaktive Quellen in diesen Bereichen vorhanden waren.

Neufunde im Stbr. Hohe Hut

Der Steinbruch Hohe Hut bei Bösenbrunn wurde in den letzten Jahren ebenfalls stark erweitert. Dabei wurde im östlichen Bereich des Steinbruchs eine recht stark ausgebildete Störungszone über verschiedene Abbausohlen hinweg immer wieder angefahren.
Im Laufe der Zeit konnten so wieder interessante Mineralien geborgen werden.
Als große Überraschung traten wieder einige für den Steinbruch neue Minerale auf, welche hier erstmalig gezeigt werden.
Beim ersten Neufund handelt es sich um Arsenopyrit, welcher in derber und auch kristalliner Ausbildung auftrat. Die Arsenopyrit Kristalle erreichen dabei kaum eine Größe von über einem Millimeter.
Bei einer weiteren Neubestimmung handelt es sich um Devellin, welcher aber viel seltener auftrat. In Paragenese dieser beiden Minerale fand sich auch etwas Allophan und gediegen Kupfer, dieser in gut ausgebildeten Kristallen.
Zwei weitere, neu bestimmte Minerale von dieser Fundstelle bereichern ebenfalls die Mineralienliste der Steinbrüche von Bösenbrunn.
Bei diesen handelt es sich bis heute um Einzelfunde. Zu nennen sind da Brochantit, welcher in kleinen dunkelgrünen Kristallen, welcher in Paragenese mit Devellin und kleinsten Kristallen von Cuprit auftrat, sowie dem selten vorkommenden Mineral Beyerit, einem Verwitterungsprodukt von Bismuthinit.
Die üblich im Steinbruch vorkommenden Minerale, wie Quarz, Dolomit, Kupferkies, Calcit, Siderit und andere wurden ebenfalls in zum Teil recht guter Ausbildung gefunden.

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Siderit wurde in der letzten Zeit in ausgezeichneten Kristallen gefunden. In Paragenese treten vorwiegend Quarz**, Dolomit** und auch Kupferkies auf.



Gediegen Kupfer konnte wieder ab September 2019 geborgen werden. Diese neuen Funde unterscheiden sich aber deutlich von den Erstfunden im Jahr 2014. Damals trat ged. Kupfer vorwiegend blechförmig und nur selten in kleinsten Kristallen auf. Beim aktuellen Fund ist dieses Verhältnis genau umgekehrt. Hier ist Kupfer in der Regel in kleinen, z. T. verzerrten Kristallen oder dendritisch ausgebildet.






Interessant sind auch diese zwei Stufen!

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Allophan trat ebenfalls zusammen mit Arsenopyrit**, ged Kupfer und Quarz** in Paragenese auf.







Es fanden sich auch Bereiche mit sekundär ausgebildeten
ged. Schwefel. Dieser bildete sich durch die Verwitterung von Pyrit, welcher im Gestein fein verteilt vorkommt.




Durch die Verwitterung
von Arsenopyrit, welcher laut Analyse einen geringen Anteil an Cobalt besitzt, konnte Erythrin als sekundär gebildetes Mineral neu gebildet werden. Erythrin trat auf den Klüften des Erzganges meist in pustelförmiger Ausbildung auf. Dabei wurden Flächen von bis zu 60 - 70 Quadratzentimeter Größe gefunden.


Im Steinbruch Hohe Hut konnten wieder, für die Fundstelle neue Minerale, nachgewiesen werden, welche ich hier erstmals in der Öffentlichkeit zeigen werde.
Mein Dank für die Analysen geht an Dr. Wilfried Bär aus Bad Elster im Vogtland.



Das im Herbst des Jahres 2019 erstmals vom Sammler D. Frenzel gefundene neue Mineral erwies sich als Arsenopyrit**. Dieser trat vorrangig in derben, bis über 10 Kg schweren Massen und Gangstücken auf. Untergeordnet trat das Mineral auch in kleinen Kristallen von unter einem Millimeter Größe auf.




Ende Dezember 2019 fanden J.Liebold und ich im selben Gangbereich des Arsenopyrit Vorkommens ein weiteres, für den Steinbruch neu bestimmtes Mineral. Es ist der erste Nachweis von
Devellin, zum Teil auch kristallin.




Beim letzten für den Steinbruch neu analysierten Mineral handelt es sich um
Brochantit, welcher erst Anfang Februar 2020 gefunden wurde. Brochantit tritt fast immer auf ged. Kupfer** zusammen mit etwas Devellin und auch mit Quarz**auf.




Aus einem Fund des Jahres 2017 stammt dieses für den Steinbruch neu analysierte Mineral. Hier handelt es sich um ein Verwitterungsprodukt vom Wismuterz Bismuthinit; um
Beyerit.
Dieses doch recht selten vorkommende Mineral tritt zum Teil in Form weißer Anflüge und Pusteln um eingewachsene Kristalle vom Bismuthinit auf.



In einem Bereich der Erzganges wurden Anfang 2020 einige Beläge des Minerals
Cuprit gefunden. Dieser ist dabei erdig ausgebildet und tritt mit Limonit zusammen auch als Ziegelerz auf.
Pyrrhotin** konnte im letzten Jahr ebenfalls als Neufund im Stbr. Hohe Hut bestätigt werden. Leider konnten nur zwei kleine Stufen geborgen werden, da der Gesteinsabbau recht zügig erfolgte.




Das im Steinbruch Hohe Hut auf fast allen Gängen und Störungenzonen vorkommende Mineral Quarz wurde auch in der letzten Zeit immer wieder in recht guten Stufen geborgen.
Hier noch eine kleine Auswahl der Funde.

Hier mal eine Übersicht der wichtigsten Störungszonen, welche durch beide Steinbrüche von Bösenbrunn verlaufen. Dort habe ich mal die interessantesten Minerale eingetragen, welche bevorzugt auf diesen Gängen aufgetreten sind. Darunter befinden sind auch die für die Fundstelle neu bestimmten Minerale, welche im Zeitraum der letzten 20 Jahre gefunden und analysiert wurden.

29. 02. 2020

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letzte Änderung am 07. März 2020 | harald.lochau@web.de

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