Vogtlandkristall


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Bad Brambach

Fundstellen > Sonstige Fundstellen

Die Orte Bad Brambach und Bad Elster sind weit über die Grenzen des Vogtlandes hinaus als Heil- und Kurorte bekannt. Beide Kurorte liegen im nördlichen Kontaktbereich zum Massiv des Fichtelgebirgsgranits. Dieses Gebiet wird ständig durch massenhaft auftretende meist leichte Erdbeben erschüttert. Diese Beben bezeichnet man als Schwarmbeben. Dabei entstanden im Laufe der Zeit zahlreiche Spalten und Störungszohnen in der Erdkruste. Die hier aus der Tiefe aufsteigenden Gewässer sind zum Teil radonhaltig und werden zu Heil- und Kurzwecken genutzt.
Viele der meist von NNW nach SSO verlaufenden Gänge bestehen aus Gangquarz. Die Mächtigkeit der Gänge schwankt zwischen ein paar Zentimeter bis zu etwa einem Meter in der Breite. Dabei ist die Gangbreite nicht immer gleich und ändert sich manchmal schon auf kurzen Abschnitten.
In diesen Quarzgängen befinden sich an vielen Stellen unterschiedlich groß ausgebildete Drusen, welche die bei uns Mineraliensammler bekannten und gesuchten Brambacher Quarzstufen enthalten.




Die klassische Fundstelle befindet sich südlich vom Bahnhof von Bad Brambach. Hier wurde früher in mehreren Steinbrüchen Granit und Granitsand abgebaut. Die dabei angeschnittenen Quarzgänge lieferten immer wieder ausgezeichnete Quarzstufen und machten diese Fundstelle weithin bekannt. Mit der Stilllegung der Brüche versiegten auch die Mineralfunde. In den folgenden Jahren öffneten einige Sammler mit größtem Aufwand noch ein paar Drusen, mit teilweise ausgezeichneten Funden. Dem wohl besten und spektakulärsten Funde überhaupt machten im Jahre 2003 zwei Mineralienfreunde aus Zwickau. Nach tagelanger harter Arbeit öffneten sie eine recht große Druse und bargen die wohl schönsten Zepterquarzstufen dieser Fundstelle. (siehe Bericht in der Lapis Heft 9, Jahrg.2004, Seiten 13 - 16 von Müller M. & Eckart M.) Leider wird dieser tolle Fund wohl der letzte im Bereich der alten Brüche bleiben, denn das Gelände befindet sich in Privatbesitz und der Eigentümer lehnt jede offizielle Grabung auf seinem Grundstück ab.

Durch den Bau der Umgehungsstraße von Bad Brambach in der Zeit von 1999 bis zum Fertigstellung in Jahre 2003 ergab sich die bislang letzte Möglichkeit zum Sammeln von Brambacher Quarzen. Hierzu finden Sie ebenfalls in der Lapis Heft 1 / Jahrg. 2002 / Seite 13 - 17 einen Bericht von F. Woldert und einen weiteren Bericht im selben Heft auf S. 18 von R. Rang. Weitere Berichte befinden sich auf der WebSite www.jkasiske.de (zu finden auf meiner WebSite unter Link).





Foto links: Zepterquarz, ca. 5cm hoch; Sammlung L. Roth / Oben rechts: 10 cm hohe Stufe von der Umgehungsstrasse.

**************************************************

Hier einige Brambacher Quarzstufen aus den heute stillgelegten Steinbrüchen und Sandgruben

(Die Stücke ohne Sammlungsangabe sind Stufen aus eigener Sammlung)

**************************************************

Die ersten drei Stufen stammen aus der Sammlung von L. Roth aus dem vogtländischen Adorf.

Oben sind zwei etwa 10 cm breite Stufen zu sehen. Bei der rechten sind die Kristallspitzen leicht rauchig ausgebildet. Die linke Stufe besteht dagegen aus Bergkristall, welcher in Brambach seltener zu beobachten ist.

Bild rechts: Hier eine etwa 15 cm breite Spitzenstufe aus Bad Brambach.


<<<<<

Ausgezeichnete 12 x 12 cm messende Stufe mit Zepterquarzen.

<<<<<

Zwei schöne Stufen aus einem Eigenfund aus dem Jahre 1985.
Die Stufe links hat eine Breite von ca. 11 cm. Der dicke Quarzkristall rechts hat mit einem Durchmesser von 5 cm und einer Höhe von 9 cm für die Fundstelle Bad Brambach schon eine außergewöhnliche Größe.
Ebenfalls aus der Zeit zwischen 1985/86 stammen diese beiden Einzelkristalle. Der ausgeschwimmerte Zepter hat eine Länge von ca. 6cm. Im Bild rechts ist ein 4,5 cm langer Doppelender mit braunen Kristallspitzen abgebildet.

**************************************************

Die nachfolgend abgebildeten Stufen wurden in der Zeit vom Frühjahr 1999 bis Ende 2002 bei den Bauarbeiten der Umgehungsstraße der B92 gefunden.

**************************************************

Oben ist eine etwa 19 cm breite Stufe abgebildet.


Die linke Quarzstufe ist ca.16 cm breit und 12 cm hoch.


Bild unten:
Die dunkelbraune, etwa 15 cm breite, ausgezeichnete Rauchquarzstufe könnte man wegen der dunklen Farbe schon fast als Morionstufe bezeichnen (Privatsammlung).

Drei Stufen aus eigener Sammlung:


Rechts: Bergkristallstufe, Breite 9 cm.
Unten links: schöne Quarzstufe mit für den Fundpunkt typisch rauchig gefärbten Kristallspitzen (Stufengröße 8 x 8 x 6 cm).
Unten rechts: Im Bild eine herrliche Stufe (9 x 7 x 6 cm) aus einem Fund vom ersten Bauabschnitt der Umgehungsstraße von 1999.

Hier zwei Zepterquarze aus dem so genannten Wassergang vom zweiten Bauabschnitt der B 92. Der linke Kristall misst in der Breite fast 4 cm. Der rechts abgebildete 5 cm lange Doppelender könnte glatt aus Namibia stammen!








Diese knapp 9 cm breite Stufe ist mit einer dünnen Schicht von Chalcedon überkrustet.







Ebenfalls 9 cm in der Breite misst diese mit bis zu drei Zentimeter langen Nadelquarzen besetzte Stufe.










Zum Abschluß noch ein besonderer Leckerbissen:

Eine ausgezeichnete Rauchquarzstufe mit etwa 20 cm Durchmesser! (Privatsammlung)


Für die Bereitstellung der ausgezeichneten Quarzstufen bedanke ich mich recht herzlich bei Herr´n Lothar Roth aus Adorf und bei einem Sammler, welcher anonym bleiben möchte.
Durch deren Erlaubnis konnte ich die Stufen fotografieren, die Bilder in meinem Bericht mit einbinden und so einem breiten Leserkreis zugänglich machen.


Homepage | Übersicht | Vorschau und Ankündigungen | Aktuelles | Fundstellen | Bildergalerie | Impressum | Kontakte/Links | Site Map


letzte Änderung am 22.Januar 2018 | vogtlandkristall@web.de

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü