Vogtlandkristall


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Aktuelle Funde im Bereich des Altbergbaus im Jahr 2019

Aktuelles > Neu eingestellte Berichte

Bekanntlich befinden sich im Vogtland noch recht viele, gut erhaltene Relikte des alten Bergbaus. Dieser reicht bis weit in die Vergangenheit zurück und ist schon aus der Zeit des 12. / 13. Jahrhunderts für diese Region nachgewiesen. Der Abbau von Kupfer und Eisen dürfte aber schon viele Jahrhunderte früher stattgefunden haben. So wurden südlich von Plauen in der Nähe der Ortschaft Taltitz die Reste eines Schmelzofens für Kupfer gefunden; welcher nachweislich aus der späten Bronzezeit (Hallstatt B) stammt. Außerdem gab es schon damals Siedlungen und auch Grabhügel in der Nähe der Kupfererz Lagerstätten.
(Weitere Infos dazu finden Sie in der Zeitschrift ,,Archäologie in Deutschland´´, im Sonderheft 1993; mit dem Titel: Alter Bergbau in Deutschland; vom Konrad Theiss Verlag GmbH & Co aus Stuttgart; ISBN 3-8062-1066-7)

Im Anschluss möchte ich Ihnen von zwei dieser Fundstellen ein paar aktuelle Funde zeigen:

Von der
Grube ,,Grüne Tanne´´ bei Bösenbrunn







Die Ansicht vom alten Huthaus der Grube ,,Grüne Tanne´´ im Jahr 2019.
Das Gebäude wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut und zeigt sich heute in einem recht erbärmlichen Zustand. Obwohl es sich noch in Privatbesitz befindet ist es schon seit einiger Zeit nicht mehr bewohnt und von Vandalismus gezeichnet.




Diese recht gut ausgebildete Stufen wurden in der Zeit von 2018 bis 2019 auf einer kleinen Halde der Grube
,,Grüne Tanne´´ geborgen. Es handelt sich dabei besonders um Malachit in zum Teil strahliger Ausbildung. Die anderen Minerale, wie Manganerze, Azurit, Limonit, Cuprit und Pseudomalachit waren leider nur Einzelstücke dieses doch recht kleinen Fundbereichs. Ein Bergeisen konnte ebenfalls gefunden werden.
(Durch anklicken der Bilder erhalten Sie weitere Infos zu den abgebildeten Stufen)





Vor ein paar Jahren gelang uns schon einmal ein Fund von Pseudomalachit im Bereich der Grube ,,Grüne Tanne´´. Hier die beste Stufe aus dem Fund von 2014.



und von der
,,Brandleithen Fundgrube´´ in der Nähe von Voigtsgrün bei Plauen


Diese Fundstelle habe ich eigentlich schon vorgestellt, aber durch die weitere Untersuchung der alten Halden und die Schürfarbeit im doch recht großen Grubenfeld konnten im letzten Jahr weitere interessante Funde gemacht werden.
Da sind die ausgezeichneten Funde von Azurit** zu nennen. Vor allem die Erstfunde von Brochantit** und Pseudomalachit (z. T. auch kristallin) von dieser Fundstelle sind beachtenswert. Weiterhin wurde ein alter Verhüttungsplatz entdeckt, wo recht viele alte Schlacken lagen, welche die lange Zeit der Jahrhunderte unbeschadet überstanden haben. In den Schlacken selber sind noch Reste alter Holzkohle oder deren Abdrücke erhalten. Größere, noch feste Stücke von Holzkohle waren eine Seltenheit. Hochinteressant ist auch der Fund einer Roheisenluppe, in welcher die abgebrochene Spitze eines Ritzeisens(?) steckt. Diese Luppe aus Eisen belegt auch, dass hier im Lauf der Zeit nicht nur Kupfer-, sondern auch Eisenerz abgebaut und zum Teil schon vor Ort geschmolzen wurde. Ein paar Scherben alter Keramik (12.-14.Jahrh.) bereicherten ebenfalls den Fund.








Links im Bild
die Fundstelle von Azurit**, Pseudomalachit(**) und Brochantit**.






Diese Fotos dokumentieren ein paar der Funde von 2019, welche auf der Brandleithen Fundgrube bei Voigtsgrün in der Nähe von Plauen gemacht wurden.

(weitere Infos erhalten Sie beim anklicken der Bilder)








Mit etwas Glück und viel Ausdauer lassen sich noch solche Relikte aus der alten bergbaulichen Epoche finden. Anhand solcher Funde lassen sich mit großer Sicherheit viele Fragen des Bergbaus der vergangenen Jahrhunderte beantworten.






<<<<<<<<<<<

Weitere Neufunde von der Fundstelle

>>>>>>>>>>>



All diese Neufunde zeigen uns deutlich, dass noch recht viele Fundstellen hier im Vogtland gute und auch außergewöhnliche Funde zulassen.

10.01.2020

Homepage | Übersicht | Vorschau und Ankündigungen | Aktuelles | Fundstellen | Bildergalerie | Impressum | Kontakte/Links | Site Map


letzte Änderung am 07. März 2020 | harald.lochau@web.de

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü